FWE lädt ein: Experten sehen großes Potential in der Kluterthöhle

Zukunft der Klutethöhle

Die Freien Wähler hatten zu Ihrer Veranstaltung „Zukunft der Kluterthöhle“ geladen und über 40 Gäste waren dieser Einladung gefolgt. Unter Ihnen konnte der Vorsitzende der FWE, Volker Imlau, den bekannten Höhlenforscher Stefan Voigt, den Allgemeinmediziner und Kurarzt Dr. Karl-Ernst Dieckmann sowie den Kämmerer der Stadt Ennepetal Dieter Kaltenbach und die Bürgermeisterkandidatin Imke Heymann begrüßen.

Stefan Voigt gab den Anwesenden, unter Ihnen auch regelmäßige Besucher der Kluterthöhle, einen Überblick über die Geschichte der Höhle, Ennepetal aus Ausgangspunkt der Speläotherapie und die Versuche, die Höhle als Heilstollen anerkannt zu bekommen. „Hier wurden jedoch städteplanerischer Fehler begangen, die ebenso verhindern, das Ennepetal die Voraussetzungen als Kurort erfüllt“, so Voigt. Die Kluterthöhle biete jedoch im Freizeitbereich ein in Deutschland einmaliges Angebot. Zudem lobte er die Investition in die neue Beleuchtung der Höhle sowie den großen ehrenamtlichen Einsatz des Arbeitskreises.

In seiner Funktion als Kurarzt hat Dr. Karl-Ernst Dieckmann die Entwicklung der Kurbesucher der Höhle in den vergangenen Jahren direkt miterlebt. Auf Grund von Verbesserungen im Gesundheitssystem und dem Wahlverhalten der Patienten seien die Zahlen stetig zurückgegangen. Das Angebot müsse jedoch zwingend aufrecht gehalten werden, nicht zuletzt auch, „weil Sie hier eine erfolgreiche Therapie ohne Tabletten erfahren“, so Dieckmann. Kritik übte er an den Entscheidungsträgern: „Experten werden bei der Vermarktung der Höhle zu selten gehört“.

Auf Nachfrage von Volker Imlau berichtete Dieter Kaltenbach über den Rückgang der Kurgäste in den vergangen 20 Jahren, von einst 19000 auf nun 2800 Anwendungen pro Jahr. Die Zahl der Freizeitbesucher sei konstant bei über 30000 pro Jahr geblieben.

Unter den Teilnehmern entwickelte sich eine rege Diskussion über die Vermarktungsmöglichkeiten der Kluterthöhle und ein notwendiges Zusatzangebot für die Besucher. Der Höhlenführer Patrice Cailly berichtete von der Problematik, den Gästen neben dem Höhlenbesuch noch andere Programmpunkte in Ennepetal bieten zu können. Hier müsse man den Besuchern weitere Angebote an die Hand geben.

„Marketing findet derzeit nicht statt, hier müssen wir dringend in ein Konzept investieren und die Kluterthöhle als Alleinstellungsmerkmal stärker hervorheben“, fasste Imke Heymann die vielen Anregungen der Teilnehmer zusammen.

Neben vielen Kritikpunkten über die Versäumnisse und Fehlplanungen in den zurückliegenden 30 Jahren waren sich alle Teilnehmer der FWE-Veranstaltung jedoch einig: In der Kluterthöhle steckt viel Potential für Ennepetal als überregionales Ausflugsziel, aber auch als Erlebnis für jeden Ennepetaler.

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